PLEON.COM: Think Tanks als Schiedsrichter oder Mitspieler im Kampf der Ideen?

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Wie steht es um die Politikberatung in Deutschland? Das Podium suchte und fand Antworten: Cornelius Winter, Jobst Fiedler, Matthias Machnig, Martin Thunert, Heiko Kretschmer (v.l.n.r.).Fanden Zeit zum Gedankenaustausch in entspannter Atmosphäre: Bundesgesundheitsministerin a. D. Andrea Fischer im Gespräch mit Bork Bretthauer (VFA). Think Tanks als Schiedsrichter oder Mitspieler im Kampf der Ideen? Berlin, 13. März 2006. Die Deutsche Gesellschaft für Politikberatung (degepol), Pleon und Johanssen + Kretschmer Strategische Kommunikation hatten am 28. Februar in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zum 5. Zukunftskolloquium Politikberatung geladen. Jobst Fiedler (Hertie School of Governance), Matthias Machnig (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) und Martin Thunert (Hochschule Bremen) prüften das Zusammenspiel von wissenschaftlicher Beratung und Politik auf Herz und Nieren. Politik muss in modernen Wissensgesellschaften immer komplexere Fragen entscheiden. „Think Tanks“ oder „Denkfabriken“ werden auf dem Feld der wissenschaftlichen Politikberatung zunehmend zu einem wichtigen Akteur. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Matthias Machnig, vermisst auf dem Beratungsmarkt eine Politikberatung, die wissenschaftliche, konzeptionelle und kommunikative Beratung gleichermaßen berücksichtigt. Notwendig ist eine integrative Politikberatung. Jobst Fiedler thematisierte den unzureichenden Dialog zwischen Wissenschaft und Politik. Berater wie Ministerialbürokratie seien in ihren Erfahrungen häufig so geprägt, dass der Blick für Kontexte und intelligente Prozessoptimierungen fehle. Die Hertie School of Governance und das Brückenprogramm der VW-Stiftung sei in dieser Hinsicht zukunftsweisend, da sie ihre Absolventen auf den „clash der Logiken“ vorbereiteten. Aus der Sicht des Professors für Public Management liegt hier der Schlüssel zu einer erhöhten Akzeptanz wissenschaftlicher Beratung, die viele Politiker immer noch als praxisfern wahrnähmen. Das Urteil aus Sicht der Wissenschaft fiel unter dem Strich positiv aus. Der Politikberatungsforscher Martin Thunert konstatierte erfreut, dass eine neue Generation deutscher Politiker und wissenschaftlicher Berater heranwachse, die sich neuen Beratungsformen gegenüber aufgeschlossen zeige. Allerdings müssten politische Berater in Berlin immer auch „poltern“, nicht nur „flüstern“, wenn sie sich Gehör verschaffen wollten. Gemeinsam arbeitete die Runde heraus, dass politische Beratung nicht immer öffentlich gemacht werden könne. Bundestagsdebatten und Kabinettssitzungen seien nicht mehr der Ort für offene Diskussionen und innovative Ideen. Stattdessen fehle es an Dialogräumen, in denen multidisziplinäre Strategien für Problemstellungen frei diskutiert und ohne machtpolitische Konsequenzen durchdacht werden könnten. Think Tanks sollten sich um die Errichtung solcher Begegnungsmöglichkeiten bemühen. Das deutsche Ausschreibungsrecht stehe einer flexiblen, offenen Beratungskultur oft im Wege, denn es verlange, dass die Politik sich „selbst diagnostiziert“ – und damit oft überfordert ist. Das Fazit des Abends fiel vorsichtig optimistisch aus: Trotz der konstatierten Defizite bewegten sich Politik und wissenschaftliche Beratung in die richtige Richtung: aufeinander zu. Cornelius Winter, European Practice Leader Public Affairs bei Pleon und Mitglied des degepol-Vorstands, meint nach der Veranstaltung: „Mit dem Zukunftskolloquium treiben die Marktführer für Public Affairs und Strategische Kommunikation die Debatte über die Entwicklung des Marktes für Politikberatung in Deutschland. Einmal mehr ist deutlich geworden, dass sich hier schnell die Spreu vom Weizen trennt. Es kommt darauf an, politische Beratung mit Kommunikations- und Wirtschaftsexpertise zu vereinen und dabei in Deutschland und international aufgestellt zu sein. Nur so sichert man den Erfolg seiner Auftraggeber – egal, ob von Unternehmen, Institutionen oder Organisationen.“ Über Pleon Pleon ist Europas größte Agenturgruppe und in 15 Ländern mit eigenen Büros vertreten. Das Unternehmen verfügt darüber hinaus über ein Netzwerk von Partneragenturen in 12 weiteren europäischen sowie 24 außereuropäischen Märkten. In den 15 europäischen Kernländern unterhält Pleon 31 Standorte mit 680 Mitarbeitern. In Deutschland betreuen mehr als 300 Berater an den Standorten Berlin, Bonn, Düsseldorf, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart über 200 Klienten aus der freien Wirtschaft, Institutionen und Non-Profit-Organisationen. Kontakt für Rückfragen: Cornelius Winter, European Practice Leader Public AffairsPleon GmbH BerlinTel.: (030) 726139 – 837 Zurück Nach oben ServiceDruckversionSeite empfehlenSeite speichern als PDF KontaktPleon, Berlin Hausvogteiplatz 2 10117 Berlin Germany www.pleon.comCornelius WinterPractice Leader Public AffairsT +49 30 726 139 - 806F +49 30 726 139 - 890M +49 178 322 00 29cornelius.winter(at)pleon.com

Wie steht es um die Politikberatung in Deutschland? Das Podium suchte und fand Antworten: Cornelius Winter, Jobst Fiedler, Matthias Machnig, Martin Thunert, Heiko Kretschmer (v.l.n.r.).

Fanden Zeit zum Gedankenaustausch in entspannter Atmosphäre: Bundesgesundheitsministerin a. D. Andrea Fischer im Gespräch mit Bork Bretthauer (VFA).

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Wie steht es um die Politikberatung in Deutschland? Das Podium suchte und fand Antworten: Cornelius Winter, Jobst Fiedler, Matthias Machnig, Martin Thunert, Heiko Kretschmer (v.l.n.r.).

Fanden Zeit zum Gedankenaustausch in entspannter Atmosphäre: Bundesgesundheitsministerin a. D. Andrea Fischer im Gespräch mit Bork Bretthauer (VFA).

Think Tanks als Schiedsrichter oder Mitspieler im Kampf der Ideen?

Berlin, 13. März 2006. Die Deutsche Gesellschaft für Politikberatung (degepol), Pleon und Johanssen + Kretschmer Strategische Kommunikation hatten am 28. Februar in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zum 5. Zukunftskolloquium Politikberatung geladen. Jobst Fiedler (Hertie School of Governance), Matthias Machnig (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) und Martin Thunert (Hochschule Bremen) prüften das Zusammenspiel von wissenschaftlicher Beratung und Politik auf Herz und Nieren.

Politik muss in modernen Wissensgesellschaften immer komplexere Fragen entscheiden. „Think Tanks“ oder „Denkfabriken“ werden auf dem Feld der wissenschaftlichen Politikberatung zunehmend zu einem wichtigen Akteur.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Matthias Machnig, vermisst auf dem Beratungsmarkt eine Politikberatung, die wissenschaftliche, konzeptionelle und kommunikative Beratung gleichermaßen berücksichtigt. Notwendig ist eine integrative Politikberatung. Jobst Fiedler thematisierte den unzureichenden Dialog zwischen Wissenschaft und Politik. Berater wie Ministerialbürokratie seien in ihren Erfahrungen häufig so geprägt, dass der Blick für Kontexte und intelligente Prozessoptimierungen fehle. Die Hertie School of Governance und das Brückenprogramm der VW-Stiftung sei in dieser Hinsicht zukunftsweisend, da sie ihre Absolventen auf den „clash der Logiken“ vorbereiteten. Aus der Sicht des Professors für Public Management liegt hier der Schlüssel zu einer erhöhten Akzeptanz wissenschaftlicher Beratung, die viele Politiker immer noch als praxisfern wahrnähmen.

Das Urteil aus Sicht der Wissenschaft fiel unter dem Strich positiv aus. Der Politikberatungsforscher Martin Thunert konstatierte erfreut, dass eine neue Generation deutscher Politiker und wissenschaftlicher Berater heranwachse, die sich neuen Beratungsformen gegenüber aufgeschlossen zeige. Allerdings müssten politische Berater in Berlin immer auch „poltern“, nicht nur „flüstern“, wenn sie sich Gehör verschaffen wollten.

Gemeinsam arbeitete die Runde heraus, dass politische Beratung nicht immer öffentlich gemacht werden könne. Bundestagsdebatten und Kabinettssitzungen seien nicht mehr der Ort für offene Diskussionen und innovative Ideen. Stattdessen fehle es an Dialogräumen, in denen multidisziplinäre Strategien für Problemstellungen frei diskutiert und ohne machtpolitische Konsequenzen durchdacht werden könnten. Think Tanks sollten sich um die Errichtung solcher Begegnungsmöglichkeiten bemühen. Das deutsche Ausschreibungsrecht stehe einer flexiblen, offenen Beratungskultur oft im Wege, denn es verlange, dass die Politik sich „selbst diagnostiziert“ – und damit oft überfordert ist. Das Fazit des Abends fiel vorsichtig optimistisch aus: Trotz der konstatierten Defizite bewegten sich Politik und wissenschaftliche Beratung in die richtige Richtung: aufeinander zu.

Cornelius Winter, European Practice Leader Public Affairs bei Pleon und Mitglied des degepol-Vorstands, meint nach der Veranstaltung: „Mit dem Zukunftskolloquium treiben die Marktführer für Public Affairs und Strategische Kommunikation die Debatte über die Entwicklung des Marktes für Politikberatung in Deutschland. Einmal mehr ist deutlich geworden, dass sich hier schnell die Spreu vom Weizen trennt. Es kommt darauf an, politische Beratung mit Kommunikations- und Wirtschaftsexpertise zu vereinen und dabei in Deutschland und international aufgestellt zu sein. Nur so sichert man den Erfolg seiner Auftraggeber – egal, ob von Unternehmen, Institutionen oder Organisationen.“

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Pleon ist Europas größte Agenturgruppe und in 15 Ländern mit eigenen Büros vertreten. Das Unternehmen verfügt darüber hinaus über ein Netzwerk von Partneragenturen in 12 weiteren europäischen sowie 24 außereuropäischen Märkten. In den 15 europäischen Kernländern unterhält Pleon 31 Standorte mit 680 Mitarbeitern. In Deutschland betreuen mehr als 300 Berater an den Standorten Berlin, Bonn, Düsseldorf, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart über 200 Klienten aus der freien Wirtschaft, Institutionen und Non-Profit-Organisationen.

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